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Open Space und was ist das überhaupt?

Was ist das Open Space?

Wir reden hier nicht ganz vomWeltraum aber eine ähnlich manchmal grenzenlose Atmosphäre! Open Space ist eigentlich eine Technik der Grossgruppen Moderation. Die Open Space Technologie ist eine Möglichkeit, allen Arten von Menschen in jeder Art von Organisation, inspirierende sowie produktive meetings und Veranstaltungen schaffen zu lassen.In der Vergangenheit wurden viele Arten von Gruppenmoderationen ausprobiert (beispiele: Zukunftskonferenz, RTSC-Konferenz, World-Café, usw.) mit mehr oder weniger Erfolg. Die Frage ist dabei nicht ob man diese miteinander vergleichen sollte, sondern was die Zielsetzung ist?

Kurze Erläuterung zu den anderen Grossgruppen Moderationen:

Zukunftskonferenz: Sie besteht aus einer größeren, heterogenen Gruppe (ca. 64 Teilnehmer), die aus unterschiedlichen Bereichen kommen. Diese sollen innerhalb von drei Tagen einen Konsens über die lokalen Eckpfeiler einer wünschenswerten Zukunft erarbeiten.*

RTSC Konferenz: In RTSC-Konferenzen geht es darum, die Teilnehmer für strategische Ziele des Unternehmens zu gewinnen. Weiterhin kann die Zielsetzung darin bestehen, Sie für Visionen, Werte, Programme und/oder Projekte zu aktivieren. Immer sollen die Menschen hinterher einen Zielzustand gemeinsam tragen. Teilnehmer werden gleichzeitig im strategischen Denken geschult!*

World Cafe: Basierend auf der Annahme, dass es kollektives Wissen gibt, sollen Menschen miteinander in ein konstruktives Gespräch gebracht werden zu Themen, die für die Teilnehmenden relevant sind. Es geht darum, in Veränderungsprozessen möglichst viele Beteiligte zu Wort kommen zu lassen und ihnen so Mitwirkung und Engagement zu ermöglichen. Der Ansatz des World-Cafés unterstützt Selbstentwicklung und Selbststeuerung und fördert die Selbstorganisation.*

Bevor wir aber zum Thema Open Space tiefer einstegeigen wollen wir einen kleinen Ausflug machen woher das Open Space kommt! Michael Owen ist der Vater des Open Space. Er verbrachte viel Zeit damit große Veranstaltungen vom administrativen bis zum inhaltlichen Teil durchzuplanen. Immerhin sollten diese Veranstaltungen nicht nur einen äußerlich guten Eindruck hinterlassen, sondern auch ein Ergebnis abliefern. Bei einer dieser Veranstaltungen beobachtete er das sich die Leute während der Kaffeepausen sehr angeregt und inspiriert unterhielten und diejenigen die es nicht interessierte einfach weitergingen. Die Leute die aber blieben hatten das nötige Interesse um nicht zu sagen die Leidenschaft an dieser Diskussion mitzuwirken. Hieraus entstand letztendlich die Idee des Open Space. Das war in den 70er Jahren.

Die Vergangenheit hat gezeigt das eine gewisse Öffnung des Raumes bzw. den Menschen unter minimalen Vorgaben die Möglichkeit zu geben miteinander zu agieren, auch als sehr gute Führungsmethode funktioniert. Dabei können Organisationen inspiriert werden, mit ach so normalen Menschen die zusammenarbeiten um außergewöhnliche Ergebnisse regelmässig zu schaffen.

Der wichtige Punkt bei Open Space Veranstaltungen ist, das die Teilnehmer ihre eigene Agenda erstellen und verwalten. In parallelen Arbeitssitzungen wird dabei um ein definiertes zentrales Dach Thema mit strategischer Bedeutung, wie zum Beispiel: “Our next big thing?” braingestormt bzw. Ergebnisse daraus formuliert! Es ist wichtig, dass das Thema breit genug, aber auch speziell genug ist um eine Zielsetzung zu verfolgen. Wie das aussehen kann schreibt Jutta Wolf in ihrem PDF. Sie behandelt hier häufg gestellte Fragen zum Open Space.

Eine zusätzliche Frage die immer wieder beschäftigt ist natürlcih die Grösse eines Open Space! In Gruppen von 5 bis 2000 und mehr, arbeiten dabei in ein- bis dreitägigen Workshops, Teilnehmer auf Konferenzen zusammen .

Wann und Warum?

Open Space funktioniert am besten, wenn die Arbeit die getan werden muss, komplex und die Menschen die teilnehmen mit Ihren Ideen kreativ und vielfältig sind! Wenn dann noch die Leidenschaft dazu da ist (welche aber auch Konfliktpotenzial bergen kann) und es am Besten schon gestern erledigt sein sollte, ist ein Open Space genau die richtige Methodik.

Eine Zusammenfassung könnte also lauten: Menschen mit Leidenschaft zu Verantwortung, welche die Energie einer guten Kaffeepause lieben, sich gerne Selbst organisieren, Geist bei der Arbeit einbringen, Chaos und Kreativität als Teil dieses zulassen, die Evolution in der Organisation als notwendig sehen, und eine einfache leistungsfähige Methode nutzen wollen um Menschen und Organisationen in Fahrt zu bringen.

Viele Glauben das eine solche Kombination einen offensichtlichen Mangel an Struktur hat und sehr anfällig für unbeliebte Überraschungen ist. Dabei stellt sich im Gegenteil heraus, dass die Open Space Konferenz oder Organisation tatsächlich sehr strukturiert ist. Dies ist gegeben durch ein minimales Framework. In der Tat sind die Stories und Workplans in Open Spaces  komplexer, robuster, langlebiger – und können sehr viel schneller bewegen als Experten-oder Management-driven Designs.

Das Framework des Open Sapce:

Die 4 Regeln des Open Space:

  •     Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute – einer oder 25 ist egal, und jeder ist wichtig und motiviert.
  •     Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen konnte – Ungeplantes und Unerwartetes ist oft kreativ und nützlich.
  •     Es beginnt, wenn die Zeit reif ist – wichtig ist die Energie (nicht die Pünktlichkeit)
  •     Vorbei ist vorbei – Nicht vorbei ist Nicht-vorbei – wenn die Energie zu Ende ist, ist die Zeit um.

Das Gesetz des Open Space:

Das „Gesetz der zwei Füße“ ist Ausdruck der Freiheit und Selbstverantwortung: Der Teilnehmer bleibt nur so lange in einer Gruppe, wie er es für sinnvoll erachtet, also solange er etwas lernen und/oder beitragen kann.

Ein sehr wichtiger Punkt ist aber auch die Moderation eines Open Space die sehr vieles entscheidend prägen kann. Falls sie dies vorhaben sollten können sich gerne mit einem erfahrenen Kollegen austauschen: minxel

Was wird geschehen?

Man weiss nie genau, was passieren wird, wenn wir einen Raum öffnen für die wichtige Arbeit der Betroffenen. Aber wir können diese Ergebnisse garantieren:

1. Alle Fragen, die am wichtigsten für die Teilnehmer sind werden bearbeitet.
2. Alle der aufgezeigten Fragen werden von Teilnehmern, die am besten qualifiziert sind  und in der Lage sind etwas umsetzbares dazu zu liefern.
3. Trotz der kurzen zeit von 1-3 Tage, werden alle der wichtigsten Ideen, Diskussion, Daten, Empfehlungen, Schlussfolgerungen, Fragen für weitere Studien und Pläne für sofortiges Handeln in einem umfassenden Bericht dokumentiert, fertig gestellt, gedruckt und in Die Hände der Teilnehmer gelegt.
4. Sofern es die Zeit dann noch erlauben sollte und es notwendig ist kann der gesamte Inhalt des vorliegenden Berichts konzentriert und in einer Angelegenheit von ein paar Stunden priorisiert werden. Das klappt selbst bei sehr großen Gruppen.
5. Die Ergebnisse können nach dem Open Space zur Verfügung gestellt werden, um eine gesamte Organisation oder Gemeinschaft innerhalb weniger Tage nach der Veranstaltung ins Gespräch zu nehmen und alle Stakeholder in die Umsetzung einzuladen.
6. UND … In Solchen Grossgruppen Moderationen können Ergebnisse wie diese schneller geplant und umgesetzt werden. Es ist buchstäblich möglich, in Tagen ein Ergebnis zu erreichen, was einige andere Ansätze von Problem Behandlungen Monate und Jahre kosten würde.

Es gibt also eine gute und eine schlechte Nachricht! Die gute ist das es funktioniert. Die schlechte ist das sich vieles dazu bewegen muss und Veränderungen damit einhergehen. Diese Veränderungen können gewünscht oder auch mit unvorgeshenen Dingen verbunden sein, die Angst oder Unsicherheit bergen können. So ist aber nun mal das ganze Leben. Das würde im Umkehrschluss heissen, dass Open Space Leben in Organisationen zurück bringt.

Zu Grossgruppen Interventionen gibt es auch ein interessantes Handbuch von Leo Baumfeld, Petra Plicka.

Source 1: http://www.openspaceworld.org/

Source 2: Buch von Michael Owen / Open Space

Source 2: Wikipedia

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